0

JULANA - ENDLICH ICH!

Mein Weg vom Jungen zum Mädchen.

Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783949217098
Sprache: Deutsch
Umfang: 32 S., 14 Illustr., Zeichnungen
Format (T/L/B): 0.5 x 18.3 x 11.7 cm
Auflage: 1. Auflage 2021
Lesealter: 4-99 J.
Einband: Geheftet

Beschreibung

Das Kinderbuch wurde von dem 11- jährigen Transmädchen Julana verfasst und hat einen Seitenumfang von ca. 32 Seiten. Liebevolle Illustrationen erklären das Thema kindgerecht. Ein kleines Lexikon der Begrifflichkeiten, geschrieben in kindgerechter Sprache wird das Kinderbuch ergänzen. Transkinder sind ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Leider haben sie es immer noch schwer, weil ihr Umfeld teilweise ablehnend und mit Unverständnis auf ihre besonderen Bedürfnisse nach Selbstbestimmung reagiert. Die Kinder wissen in ihrem Innersten GENAU, wer sie sind, bzw. wer sie nicht sind. Ihr persönliches Umfeld ist oftmals nicht bereit dieses Wissen zu akzeptieren. Konventionen, Vorurteile und alte Denkmuster stehen einem tiefen Verständnis und Akzeptanz im Weg. Das führt nicht selten zu verheerenden Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder, bzw. zu psychischen Störungen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass unsere Gesellschaft endlich aufwacht und die Bedürfnisse von Transkindern erkennt und begreift. Eine wichtige Funktion kommt in diesem Kontext den Eltern, Geschwistern, Großeltern, Lehrer*innen, Erzieher*innen und allen Personen zu, die sich im Umfeld eines Kindes bewegen. Das Kinderbuch kann für die Arbeit in Schulklassen verwendet werden.

Autorenportrait

Geboren wurde ich 2009 als Junge - ABER ich bin ein Mädchen! Das weiß ich schon, seit ich vier oder fünf Jahre alt war. Das Problem dabei ist, dass mein Körper so aussieht, wie das bei einem Jungen erwartet wird. Aber auch wenn mein Körper so aussieht, wie der von Jungs, bin ich in meiner Seele und meinem Herzen ein Mädchen!

Leseprobe

Schwierig war es für uns bei meinem Opa. Da hatten Mama und Papa befürchtet, dass er es nicht verstehen würde. Auch ich hatte etwas Angst vor seiner Reaktion. Aber er hat mich angesehen, mich in den Arm genommen und mir gesagt, dass ich dann ab jetzt eben sein Mädchen wäre. Ich habe vor lauter Erleichterung sogar geweint. Überhaupt haben alle, denen wir gesagt haben, dass ich ein Mädchen bin, es gleich akzeptiert. Wahrscheinlich, weil sie gesehen haben, wie glücklich ich endlich geworden bin. Auch unserem Pfarrer haben wir die Wahrheit über mich erzählt. Er hat mir gesagt, dass ich auch als Mädchen und mit meinem richtigen Namen noch immer derselbe Mensch bin, der als Baby getauft wurde und wir deshalb da nichts nachholen müssen. Gott kennt mich als Mensch und hat mich lieb wie ich bin. Leider gibt es aber auch Menschen, die mich nicht verstehen. Das sind die, die nicht begreifen, was transgender ist. Sie sagen, dass ich in meinem Alter noch gar nicht wissen könne, was für ein Geschlecht ich habe. Aber sie wussten doch auch schon als Kind, ob sie ein Junge oder ein Mädchen sind. Der Unterschied ist nur, dass sie es niemandem beweisen mussten, weil ihr Körper dazu gepasst hat. Deshalb kennen sie auch das Gefühl nicht, wie es ist, transgender zu sein. Damit mir diese Menschen nicht mehr weh tun können, haben Mama und Papa für mich einen Antrag beim Gericht gestellt, damit meine Geburtsurkunde geändert werden konnte. Seitdem ein Richter das entschieden hat, gelte ich auch offiziell als Mädchen und kann das mit meinem Ausweis sogar beweisen.