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The Society of Reluctant Dreamers | Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer

The novel "The Society of Reluctant Dreamers" published in 2017 by Quetzal confirms the extraordinary talent of José Eduardo Agualusa in elaborating political topics in a poetically written way. Addressing the past present and future on politics in Angola, José Eduardo Agualusa chooses to navigate the reader through dreams until they are melting into reality. Telling the story of the Angolan journalist Daniel Benchimol who is just unpleasantly divorced and is over and over again of an elegant woman, Agualusa sets the very beginning of his novel. After Benchimol then finds a camera and discovers photos showing just this woman, whose name is Moira, a Mozambican artist who is engaged in the representation of dreams, the two get to know each other and are finally falling in love. But dreams are remaining the main subject of the novel: While Benchimol's friend, the former guerrillero and hotelier Hossi, can't dream himself but appears regularly in the dreams of others, Benchimol's daughter Lúcia dreams of a free society.

That eventually leads her to demonstrate against the authoritarian government, after which she ends up in prison. Her father then tries everything possible to free her. Taking place in different countries and within dreams, reading the novel begins to turn into a dream itself while the written appears surreal and yet convincing. It is a novel about the mystery, magic, utopia, confusion and also the power of dreams. Dreamed collectively they might have the power to overthrow a regime in imagining a brighter future. This book is a festival of storytelling in guiding the reader through the plots and dreams.

The book is available in English and German.

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Der 2017 von Quetzal veröffentlichte Roman "The Society of Reluctant Dreamers" bekräftigt das außerordentliche Talent von José Eduardo Agualusa, politische Themen poetisch zu verarbeiten. José Eduardo Agualusa befasst sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Politik in Angola. Er führt die Lesenden durch Traumwelten, bis diese mit der Realität verschmelzen. Agualusa erzählt die Geschichte des angolanischen Journalisten Daniel Benchimol, der gerade schmerzlich geschieden wurde und immer wieder eine elegante Frau trifft. Nachdem Benchimol eine Kamera findet und Fotos entdeckt, die genau diese Frau zeigen, deren Name Moira ist, eine mosambikanische Künstlerin, die sich mit der Darstellung von Träumen beschäftigt, lernen sich die beiden kennen und verlieben sich schließlich ineinander. Doch die Träume bleiben das Hauptthema des Romans: Während Benchimols Freund, der ehemalige Guerrillero und Hotelier Hossi, selbst nicht träumen kann, sondern regelmäßig in den Träumen anderer auftaucht, träumt Benchimols Tochter Lúcia von einer freien Gesellschaft.

Das führt sie schließlich dazu, gegen die autoritäre Regierung zu demonstrieren, woraufhin sie im Gefängnis landet. Ihr Vater versucht daraufhin alles, um sie zu befreien. Der Roman, welcher sich in verschiedenen Ländern und in Träumen abspielt, beginnt selbst zum Traum zu werden, während das Geschriebene surreal und doch überzeugend erscheint. Es ist ein Roman über das Mysterium, die Magie, die Utopie, die Verwirrung und auch die Macht der Träume. Gemeinsam geträumt, können Träume schließlich die Macht besitzen, ein Regime zu stürzen, indem sie eine bessere Zukunft imaginieren. Dieses Buch ist ein Fest des Geschichtenerzählens, das die Lesenden mit Hilfe von Träumem durch die Handlung führt.

Das Buch ist auf Deutsch und Englisch erhältlich.